Verschärfte Sanktionen gegen Russland und deren Auswirkungen auf die Wirtschaft

23.09.2014

Am 23. September 2014 veranstaltete der Delegierte der Deutschen Wirtschaft (RGIT) in Zusammenarbeit mit der Deutschen Botschaft in Washington, D.C., einen Workshop zum Thema, inwieweit die kürzlich verschärften Wirtschaftssanktionen gegen Russland ausgeweitet wurden und mit welchen möglichen Auswirkungen die deutschen Unternehmen rechnen können.

Ambassador Daniel Fried, zuständig für Sanktionspolitik im US-Außenministerium, brachte zum Ausdruck, wie wichtig die Verschärfung der Sanktionen gegen Russland sei, um die Handlungen Putins einzudämmen und seiner Ukraine-Politik entgegenzuwirken. Sollte sich Russland nicht verhandlungsbereit zeigen, werden laut Ambassador Fried die Kosten für das Land weiter steigen.

Die am 12. September 2014 in Kraft getretenen verschärften Sanktionen, so Brian O’Toole von der Exportkontrollbehörde des US-Finanzministeriums, betreffen insbesondere den russischen Finanz-, Verteidigungs- und Energiesektor. So wurde beispielsweise das Handelsverbot für Finanzinstrumente auf weitere Unternehmen ausgeweitet und die Laufzeit für Anleihen von 90 Tagen auf 30 Tage verkürzt. Besonders betroffen hiervon sind die großen russischen Mineralölkonzerne Rosneft, Transneft und Gazprom Neft. Nach Angaben des Deputy Assistant Secretary Peter Harrell des US-Außenministeriums, zielen die Sanktionen auf drei bestimmte Personengruppen ab: Einzelpersonen und Separatisten-Anführer in der Ostukraine, russische Politiker und Beamte sowie russische Oligarchen, die als langjährige Unterstützer Putins und Förderer seiner Politik gelten.

 

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