RGIT Business Breakfast: Neue Netze für die Energie

11.10.2011

Matthias Kurth, Dr. Thomas Zielke

Beiderseits des Atlantiks stellen der Netzaus- und -umbau Schlüsselelemente für die künftige Nutzung kohlendioxidarmer Technologien dar. Dies ist das Ergebnis einer Diskussionsrunde am 11. Oktober, zu der RGIT anlässlich des Besuchs von Matthias Kurth, Präsident der Bundesnetzagentur, einlud. Wissenschafts- und Wirtschaftsvertreter aus Washington debattierten mit Kurth über die energiepolitischen Herausforderungen in den USA und Deutschland. Mag der politische Wille zur Energiewende in Deutschland ausgeprägter sein, so stehen die Akteure in Deutschland und den USA dennoch aktuell vor den gleichen Umsetzungsproblemen: die Entwicklung eines Regelwerks, das langfristige Investitionen anregt und trotzdem flexibel ist; die geringe Akzeptanz neuer Infrastrukturen in der Bevölkerung; lange Planungsverfahren sowie die Verfügbarkeit von Fachkräften für den Umbau der Energieerzeugung und –verteilung.

Barbara Kenny (National Science Foundation) und Gilbert Bindewald (Department of Energy) erläuterten ihre Forschungsprojekte, die der Entwicklung des Smart Grid und der Ausbildung der erforderlichen Fachkräfte dienen. Douglas Todd (Siemens) hob hervor, wie wichtig Rahmenbedingungen sind, die Investoren die nötige Planungssicherheit geben. Die US-Administration hätte diese bisher nicht zu schaffen vermocht.