GLOBAL: Deutsche Firmen in den USA blicken optimistisch ins neue Jahr

15.12.2017

Trotz einer gewissen Skepsis, dass sich die USA in Zukunft verstärkt gegen den freien Handel positionieren könnten, gehen die deutschen US-Tochterunternehmen positiv ins neue Jahr. Laut der jüngsten Umfrage German American Business Outlook (GABO) rechnen 100% der befragten Unternehmen mit Wachstum für ihr Geschäft im Jahr 2018. 98% gehen davon aus, dass auch die US-Wirtschaft als Ganzes wachsen wird.

Wie in den Jahren zuvor bleibt es allerdings eine Herausforderung, gut ausgebildete Arbeitskräfte im Markt zu finden. 25% der Befragten gaben an, deswegen eigene Ausbildungsinitiativen durchzuführen, und 50% sind bereits Teil von privaten und/oder öffentlichen Ausbildungskonsortien. Um ein wirtschaftsfreundliches Umfeld zu schaffen, erwarten die befragten Unternehmen, dass sich die neue US-Regierung für Ausbildungsprogramme, offene Märkte, Investitionen in die digitale und physische Infrastruktur, Deregulierung, Forschung und Entwicklung sowie für die Steuerreform stark macht. Beim Thema offene Märkte gaben 76% an, dass ihre Lieferketten maßgeblich von der Marktoffenheit abhingen. Nur 20% gehen davon aus, dass eine Aufkündigung von NAFTA ihrem Geschäft nicht schaden würde.

GABO wird jährlich von den Deutsch-Amerikanischen Handelskammern (AHK USA) in Zusammenarbeit mit dem Representative of German Industry and Trade (RGIT) und der Beratungsfirma KPMG durchgeführt. Die Ergebnisse wurden am vergangen Montag in New York bei J.P. Morgan vorgestellt. In einem von Daniel Andrich, Delegierter der Deutschen Wirtschaft, moderierten Panel, ordneten die drei Board-Mitglieder der AHK USA – Caroll Neubauer, Chairman & CEO, B.Braun Medical; Dr. Walter Maisel, President & CEO, KOSTAL North America; Klaus Zellmer, President & CEO, Porsche Cars North America, Inc. – die Ergebnisse aus Unternehmensperspektive ein.