25 Jahre RGIT: Wirtschaftsstandort USA attraktiv wie am ersten Tag

10.05.2013


Dr. Thomas Zielke, Delegierter der Deutschen Wirtschaft

Mit einer hochrangig besetzten Konferenz und einem anschließenden Empfang beging das Büro des Representative of German Industry and Trade (RGIT) am 1. Mai, gemeinsam mit seinen Trägern, dem Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) und dem Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK), seine 25-Jahrfeier in Washington, DC. DIHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Martin Wansleben eröffnete die Konferenz mit einem Rückblick auf die Tätigkeit des Verbindungsbüros, anschließend erörterte BDI-Präsident Ulrich Grillo die Bedeutung der transatlantischen Beziehungen für die Industrie. BMWi-Staatssekretärin Anne Ruth Herkes beleuchtete in ihrer Rede die Vorteile einer Transatlantischen Handels- und Investitionspartnerschaft (TTIP) zwischen den USA und der EU für die deutsche Wirtschaft.


Dr. Martin Wansleben, DIHK-Hauptgeschäftsführer

Im Rahmen einer Diskussionsrunde zu den Investitionsbedingungen für deutsche Hersteller in den USA erörterten Unternehmensvertreter die Kernthemen Ausbildung und Energie. Da ein dem deutschen dualen Ausbildungssystem vergleichbarer Bildungsweg in den USA fehle, könne VW nur durch eigene Ausbildungsmaßnahmen den weltweiten Standard halten, sagte Dr. Guenther Scherelis, Leiter Kommunikation bei VW in Chattanooga. Umgekehrt seien die günstigen Energiepreise durch Fracking ein großer Standortvorteil, waren sich Caroll Neubauer von B. Braun Medical Inc. und Martin Richenhagen vom Landmaschinenhersteller AGCO einig. Neubauer prognostizierte, dass die Energiepreise und Möglichkeiten im Bereich High Tech Arbeitsplätze in die USA zurückbringen würden.


Ulrich Grillo, BDI-Präsident

Nach einleitenden Worten zur amerikanischen Perspektive auf TTIP von Assistant US Trade Representative for Europe and the Middle East Dan Mullaney diskutierte eine weitere Runde die Zukunft der Handelsbeziehungen zwischen der EU und den USA. Moderator Robert Kimmit, Vorsitzender des American Council on Germany, würdigte die Gründung des Transatlantic Economic Council (TEC) unter deutscher EU-Ratspräsidentschaft 2007 als Ausgangspunkt der aktuellen Initiative. Peter Beyer, MdB (CDU) forderte einen regen Austausch von Informationen zwischen EU und USA während der TTIP-Verhandlungen. Die Vertreter der deutschen und der amerikanischen Wirtschaft, BDI-Hauptgeschäftsführer Dr. Markus Kerber und der Executive Vice President and Head of International Affairs bei der US Chamber of Commerce, Myron Brilliant, zeigten sich überzeugt davon, dass ein Abkommen möglich ist. Die Firmen müssten sich jetzt aktiv an die Kongressabgeordneten aus ihren Bezirken wenden, so Brilliant

Weitere Fotos vom RGIT-Jubiläum finden Sie hier.


Anne Ruth Herkes, BMWi-Staatssekretärin


Eröffnung der Abendveranstaltung durch Ulrich Grillo